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Triberger Narrenmarsch: "Hans, gang heim!"
Der Text zum Triberger Narrenmarsch "Hans, gang heim!" wurde um 1930 von Hauptlehrer Reinhardt Beyerle verfasst. Stadtkapellmeister Gutterer vertonte die Textvorlage nach dem Baaremer Fasnetslied "Hans, blib do!", das auch den Kern der Narrenmärsche in Furtwangen, Donaueschingen, Bräunlingen, Hüfingen und Geisingen bildet.

"Hans, gang heim, du weisch jo nit, wiè 's Wetter wird,
Hans, gang heim, du weisch jo nit wiè 's wird.
Ob es regnet oder schneit, oder schneit,
ob es ander Wetter geit, Wetter geit,
(ob der Hans im Dreck rumkeit, Dreck rumkeit),
Hans gang heim, du weisch jo nit wiè 's wird."

 

Narrenmarsch: "Hunderttausend Mann"
Hunderttausend Mann, die zogen ins Manöver,
hunderttausend Mann, die zogen ins Manöver, 
hei, rumm-fidi-bumm,
der Stiefel isch krumm,
der Absatz hängt daneben,
rumm-fidi-bumm,
der Stiefel, der isch krumm. 
Und der Hauptmann hat 'ne wunderschöne Tochter,
und der Hauptmann hat 'ne wunderschöne Tochter, 
hei, rumm-fidi-bumm,
der Stiefel isch krumm,
der Absatz hängt daneben,
rumm-fidi-bumm,
der Stiefel, der isch krumm.

 



 

Triberger Narrensprüche 
Ursprünglicher Ausdruck der Fasnet sind die vielen Narrensprüche, die in allen Fasnachtsorten verbreitet sind, teils in immer wieder anderer Abwandlung, teils originär und ganz lokal bezogen.

In Triberg gibt es eine ganze Reihe solche Narrensprüche, die teilweise ganz speziell auf die Triberger Narrenfiguren bezogen sind.

Das Entèchrist-Sprüchle
Nach Gründung der Narrenzunft Triberg am Aschermittwoch 1928 wurde die Katzenmusik am Schmutzigè Dunschdig 1929 organisiert durchgeführt. 
Voran kamen zwei Reiter, dann die Stadtmusik, ihr folgte der Narrenvater mit der Originalmasken Teufel und Federèschnabel. Von Zeit zu Zeit wurde dann bis in die 60er Jahre Halt gemacht, um den Triberger Narrenspruch auszurufen, der folgendermaßen lautet:

Im Namè des Herrn Entèchrist,
der narrètag vorhandè ist,
schönè Tag, Liäbè Tag,
aller Narrè Ehrètag.

 

In den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts verschwand der Brauch, diesen Spruch während des Fasnachtsumzuges auszurufen. Hatte der Spruch konservative Kreise zu arg gestört? 
In Schonach, dem Triberger Nachbarort, jedenfalls wird noch heute der alljährliche Zunftabend der dortigen Narrenzunft vom "Nachtwächter" mit dem "Nachtwächterlied" ausgerufen:


"Stehet auf, im Namen des Entechrist
und wisset, daß jetzt Fasnet isch.
Die stille Zeit ist längst vorbei,
und wir Narren sind noch alle frei.
Ihr Mütter, hört meinen Rat gut an,
hängt euern Töchtern Schlösser an.
Den Schlüssel holen wir euch ab,
bis zu der Aschermittwochnacht."

Nun ist spätestens seit den Forschungen der Volkskunde, speziell durch Dr. Werner Mezger, bekannt, daß Fastnacht als theologisch begründetes Schauspiel der verkehrten Welt gedacht war (ist), in dem der Antichrist die führende Rolle einnimmt. Aus diesem Grunde bemüht sich die Triberger Narrenzunft im Rahmen ihrer Aufgabe als die Traditonen pflegender Verein, den so treffenden "Triberger Narrenspruch" wieder in der Triberger Straßenfasnacht zu beheimaten.

 

Dem Federèschnabel wird folgender Spruch zugerufen: 
"Federèschnabel, rä-tä-tät,
wenn di nu d'e Kuckuck hätt!"

Dem Rotè Fuchs rufen die Narren zu:
"Rotè Fuchs, di Hoor brennt a,
schitt è Tröpfli Wasser dra.
Stegli nuff, Kämmerle ni,
mecht' mit Lebtag kei Rotè Fuchs si!"

Das Spättlehanselè wird wie folgt begrüßt:
"Hanselè, du Lumpèhund,
hesch nit g'wisst, wenn d' Fasnet kunnt,
hätt-isch 's Mul mit Wasser griebè,
wär dir 's Geld im Beutel bliebè,
Hanselè, du Lump!"

"Hanselè am Bach,
hett lauter guèt Sach,
ka maiè, ka saié,
ka d' Maidli rumdaiè." 
"Hanselè-Lakai, hett è schö Weib,
hett en Kopf kugelrund,
's Fiedl'e wiègt hundert Pfund,
Hanselé-Lakai!"

 

Weitere Narrensprüche aus Triberg und der schwäbisch-alemannischen Fasnet

"Narri, Narro!" 
"Ri-ra-Köffelstiel, Triberger Maidli sinn nitt viel!" 
"Oh, du lièbè Sahrè, d' Pfanne hett è Loch, d' Knöpfli sinn verfahrè, d'Brüèh henn mer noch." 
"Fedrig, fedrig, fedrig isch des Huèhn, un wenn des Huèhn nitt fedrig isch, no legt es keine Eier nitt.
Fedrig, fedrig, fedrig isch des Huèhn." 
"Hoorig, hoorig, hoorig isch die Katz, un wenn die Katz nit hoorig isch, no fängt se keine Mäuse nicht.
Hoorig, hoorig, hoorig isch die Katz." 
"Borschtig, borschtig, borschtig isch die Sau, un wenn die Sau nit borschtig isch, no gitt sie keine Leberwürscht. Borschtig, borschtig, borschtig isch die Sau."

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2017  Narrenzunft Triberg